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Auf zum Mond!

 

Christian Hill

1969: Il primo uomo sulla luna (Che storia!)

Belletristik / ab 9 Jahren

78 Seiten

 

Christian Hill ha firmato per la Einaudi Ragazzi “1969 sbarco sulla luna – 50 anni dalla conquista”, con illustrazioni di Giovanni Pota, per i bambini dai 7 anni in su. In realtà si tratta di una edizione aggiornata di un primo libro intitolato “1969: il primo uomo sulla luna”, che narra i momenti più emozionanti della missione - dal suo febbrile sviluppo allo storico allunaggio, per finire sul pericoloso rientro sulla Terra – con la voce in diretta di uno dei tre astronauti dell'Apollo 11.

https://www.agi.it/cronaca/libri_sulla_luna-5664745/news/2019-06-15/

 

 

Giulia De Amicis

Mission Weltraum

Sachbuch / ab 8 Jahren

72 Seiten

 

Das sehr übersichtlich strukturierte Kindersachbuch über den Kosmos und Weltraumtechnik setzt seinen Fokus durchgehend auf leichte Verständlichkeit. So gibt es zu den kurzen klaren Texten überwiegend Infografiken in dezenten Farben statt Fotos. Nach dem überschaubaren Inhaltsverzeichnis ist jede Doppelseite im großformatigen Buch einem bestimmten Thema gewidmet: Zeitleiste der Weltraumforschung - Was ist unser Universum? - Unser Sonnensystem usw. Einen Schwerpunkt bilden die benachbarten Planeten der Erde, die alle nach gleichem Schema vorgestellt werden (Einleitung, Namensherkunft, Durchmesser, Temperatur, Atmosphäre, Planetentyp, Monde, Ringe). Darauf folgen: Milchstraße, Sonnen, Schwarze Löcher, Kometen, Asteroiden, Meteore ... Am Ende kommt ein technischer Teil: Die internationale Raumstation - Der Alltag im Weltall - Voyager. Ein 3-seitiges Glossar rundet den informativen und sehr sachlichen Band ab. Ansprechend für Einsteiger und auch für Schulbibliotheken, z.B. neben "Kometen, Sterne, schwarze Löcher" (Velber; ID-A 26/14), wo auch vor allem Infografiken eingesetzt werden.

https://sb-flensburg.lmscloud.net/cgi-bin/koha/opac-detail.pl?biblionumber=127706

 

 

Rüdiger Bertram

Die Jungs vom S.W.A.P. – Space Agents (Band 3)

Belletristik / ab 10 Jahren

240 Seiten

 

Im dritten Teil der Reihe Space Agents müssen Tim und Bob wieder einmal die Welt vor dem bösen Baron Funeral retten. Nachdem dieser die Welt bisher durch Trockenheit (Band 1) und Vulkanausbrüche (Band 2) bedrohte, hat Funeral sich eine neue Strategie überlegt, um die Weltherrschaft an sich zu reißen: Viren. Aber wie will er erreichen, dass er selbst nicht angesteckt wird? Indem er sich so weit wie möglich zurückzieht – in den Weltraum. Da bleibt den beiden Jungs nicht viel anderes übrig, als sich in die ISS zu schmuggeln. Dass das mit Schwierigkeiten verbunden ist, ist klar. Und dass sie im All und sogar auf dem Mond aufregende Abenteuer erleben ebenso. Am Ende wird es jedenfalls richtig knapp …

Wieder sind Comicstreifen und größere Bilder in den Text integriert. Es ist tatsächlich eine Übungssache, mit dieser Mixtur von Text und Comicelementen zurechtzukommen, inzwischen bereitet es mir keine Probleme mehr. Der Text ist dadurch schön aufgelockert, was dem Lese-Nachwuchs gut gefällt und für Erfolgserlebnisse sorgt, weil man dadurch rasch vorankommt.

Wie schon die beiden Vorgängerbände ist auch dieser ziemlich spannend. Tim und Bob stolpern von einem gefährlichen Abenteuer ins nächste. Mangels Ausbildung gehen sie völlig unbedarft an alle Gefahren heran, meist bleibt ihnen auch nicht viel anderes übrig. Zwar gibt es Momente, in denen die Jungs gerne den Rückzug antreten würden, aber die Umstände geben das nicht her. Sie sind zwei sehr sympathische Helden, weil sie eben nicht über magische Superkräfte, besonders tolle Waffen oder eine herausragende Intelligenz verfügen, sondern weil sie so herrlich normal sind. Sie müssen mit wenigen Mitteln irgendwie zurechtkommen, haben oft mehr Glück als Verstand und retten sich oft nur durch ihre Spontanität über die Runden. Wieder werden sie am Ende von Hoka Hay abgezockt. Beide sind in das Mädchen verliebt, doch es spielt nur mit ihnen, nutzt sie schamlos aus und sorgt dafür, dass sie am Ende mit leeren Händen dastehen. Langsam aber sicher entwickelt sie sich damit zu einer Hassfigur für mich. Baron Funeral ist eindeutig böse, damit ist seine Rolle klar. Hoka Hay dagegen steht eigentlich auf der Seite der Jungen, doch sie ist kein Teamplayer, sondern hinterhältig, gemein und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Damit ist sie für mich auch keine Identifikationsfigur für Mädchen, Tim und Bob sind die wirklichen Helden, auch wenn sie niemals eine Belohnung erhalten. Das soll vermutlich als Running Gag lustig sein, mich ärgert es. Können sie nicht einmal eine kleine Anerkennung oder ein Lob bekommen? Wie realistisch ist, es, dass sie unter diesen Umständen immer wieder zu neuen Abenteuern aufbrechen?

Das ändert aber nichts daran, dass es sich wieder um eine spannende Geschichte mit vielen lustigen Elementen handelt, die Kinder von 10 bis 12 Jahren mit Freude lesen.

https://kinderohren.wordpress.com/2015/05/18/jungs-vom-s-w-a-p-space-agents/

 

 

Sally Gardner

Zerbrochener Mond

Hörbuch / ab 14 Jahren

225 Minuten

 

Regina Lindemann

England im Jahre 1956. Der Zweite Weltkrieg ist so ganz anders ausgefallen, als wir uns erinnern. Es heißt jetzt Zone 7 und ist vom Mutterland abhängig. Der 15-jährige Standish Treadwell lebt in Zone 7, im Bereich der Unreinen, es ist ihm bislang gelungen, unauffällig zu bleiben, denn er hat zwei verschiedenfarbige Augen und hält sich selbst für ausgesprochen dumm. Das muss er vor seiner perfektionistischen Umwelt verbergen. Denn Standish lebt in einem totalitären Regime, dessen Parallelen zu den Nazis nicht zu überhören sind. Gemeinsam mit seinem Freund Hector träumt er von einem Flug zu dem fiktiven besseren Planeten Juniper.

Währenddessen plant das Mutterland den ersten eigenen Mondflug und dessen propagandistische Ausschlachtung. Ein für sich genommen harmloser Vorfall sorgt dafür, dass Hector von den Ledermänteln abgeholt wird. Von dort, wo er hingeht, ist noch niemand zurückgekehrt. Aber Standish ist noch nicht besiegt, noch nicht bereit, alles einfach hinzunehmen.

In einfacher, dafür aber umso eindringlicher, Sprache schildert das Hörbuch eine düstere Welt aus der Sicht eines Jugendlichen. Standish versteht mehr von dieser Welt, als er selbst zu wissen scheint. Und er ist stärker als alle glauben. Andreas Steinhöfel verleiht dem Ich-Erzähler ein Leben, das den Zuhörer bis zum Ende nicht mehr loslässt. Rätselhaft geblieben ist mir allerdings, warum die Autorin einen so deutlichen Nazi-Vergleich nicht deutlich ausspricht. Stattdessen handelt es sich um eine rein fiktive Welt mit „Ledermänteln“, „Unreinen“ und „Mutterland“. Natürlich gibt es literarische Gründe, so etwas zu tun, aber hier hat es mich gestört, vielleicht weil die Autorin gar keine eigenen Einflüsse in ihre Welt eingebracht hat.

Viel Mut hat sie dagegen am Ende bewiesen, das eine deutliche Botschaft enthält: „Die Wahrheit ist alles wert“. Obwohl „Zerbrochener Mond“ eine Dystopie ist, ist sie doch ganz anders als die im Augenblick modernen Dystopien für Jugendliche. Für mich war dieses Hörbuch eine echte Entdeckung. Standishs einfache Art gemeinsam mit der angepassten Stimme von Andreas Steinhöfel leiten ganz tief in dieses England von 1956.

http://schreiblust-leselust.de/sally-gardner-zerbrochener-mond-gelesen-von-andreas-steinhoefel

 

 

Thema des Monats April: Rund um die Welt

 

Kinder aus aller Welt – Das essen wir

Lieblingsrezepte von Kindern aus aller Welt zum Nachkochen

Sachbuch / ab 6 Jahren

80 Seiten


Dorling Kindersley ist einer unserer Lieblingsverlage für Sachbücher (Monsieur 1) und Kochbücher (ich), daher ist es kein Wunder, dass das Sachbuch des Monats Mai eine Mischung aus beidem ist: In Kinder aus aller Welt – Das essen wir erzählen Kinder rund um den Globus über die Ernährungsgewohnheiten in ihren Ländern und verraten zusätzlich ihre Lieblingsrezepte aus Reis, Mais, Weizen und Kartoffeln – also die Bestandteile einer Mahlzeit, die Kinder ohnehin am liebsten essen. Praktisch!

In dem Kochbuch finden wir nicht nur kindgerechte Rezepte, die alle ab sechs (mit ein wenig Hilfe) wunderbar nachkochen können wie zum Beispiel Hähnchen-Fajitas, Ofenkartoffeln mit verschiedenen Toppings und Benachin (ein Reiseintopf aus Ghana) oder Klassiker wie Pfannkuchen, Pasta und Kebapspieße. Auf vielen Info-Seiten mit tollen Fotos (Wer hat schon einmal Reisfelder gesehen?) lernen wir allerlei Wissenswertes über die Grundnahrungsmittel der Menschheit und wie unterschiedlich die Geschmäcker sein können.

Wer hätte gedacht, dass Popcorn Bestandteil der traditionellen äthiopischen Kaffeezeremonie ist? Oder dass Italiener pro Person mehr als 23 Kg Nudeln im Jahr essen? Oder dass man aus Weizen (für mehr als 35% der Weltbevölkerung ein Grundnahrungsmittel) sowohl Donuts, Apfelkuchen und Cookies als auch Lasagne, Quiche Lorraine und Couscous machen kann?

Das essen wir ist spannend, informativ und lecker und öffnet den Blick für andere Kulturen – also ein echtes Sachbuch des Monats. Und morgen gibt es hier definitv Hähnchen-Fajitas!

 

juliliest.net

 


Die spannendsten Städte der Welt

Sachbuch / ab 8 Jahren

212 Seiten


Wer gerne reist, kennt „lonely planet“ – die weltbesten Reiseführer aus Australien. Daher wird man gleich hellhörig beim Titel dieses Kinderbuchs über die wichtigsten Städte dieses Planeten. Man startet die Weltreise in Toronto mit seinen unterirdischen Gängen, reist weiter über Philadelphia und über Ushuaia in Argentinien nach Moskau und Berlin, um ganz zum Schluss in South Tarawa in Australien zu landen. Um dort etwas anderes zu essen als Fisch und Kokosnuss, muss man schon aufs nächste Flugzeug warten und wenn man zur Schule will, dann könnte man theoretisch hinschwimmen – wenn da nicht die Haie wären.

Dieses wunderschöne und informative Buch ist reich bebildert und mit zahlreichen kurzen, aber dafür umso interessanter ausgewählten Texten versehen. Es ist genau das Richtige, um allein oder mit einem Elternteil zwischendrin sich mal ein paar Minuten zu nehmen und zu stöbern. Wo würde man gerne hin, was findet man selbst am schönsten? Hier finden auch Erwachsene eine ganze Menge Neues und Fakten, die sie noch nicht kannten. Anlass für Gespräche gibt es genug – und so soll ein Kinderbuch sein! Anregend, spannend, informativ und trotzdem leicht zu lesen.


www.buchbloegchen.de

 

Rüdiger Bertram

In 8 Tagen um die Welt

Belletristik / ab 10 Jahren

192 Seiten


Danielamariaursula

Zum Jules Verne Jubiläumsjahr hat Rüdiger Bertram eine moderne Fassung des Klassikers „In 80 Tagen um die Welt“ geschrieben: Tobi ist 12 Jahre alt. Seine Eltern sind mit ihm vom Land in die Stadt gezogen, weil sie sich von einer Stadtbäckerei ein besseres Einkommen versprachen. Früher war immer sein Opa für ihn da, wenn seine Eltern die ganze Zeit gearbeitet haben, doch ist der nicht mit in die Stadt gezogen. Dort sitzt Tobi entweder als Torwart in seinem Verein auf der Ersatzbank und in seinem Zimmer am PC. Im Tor steht immer Alexandra, die ist schön, beliebt, überall auf der Welt schon gewesen, weil ihr Vater Pilot und ihre Mutter Flugbegleiterin ist, besser in der Schule und natürlich im Tor. Sie ist sein Feindbild Nr. 1! Als er dann den entscheidenden Einsatz verpatzt brüllt er ihr vor versammelter Mannschaft an, dass es ihm doch egal sei, ob sie besser Tore halte oder mit den Flugmeilen ihres Vaters in 80 Tagen um die Welt reise! - In 8 Tagen um die Welt insistiert Alex und wird daraufhin die nächsten Tage bis zu den Ferien in der Schule nicht mehr gesehen. Die Ferien will Tobi vor dem PC verbringen, denn seine Eltern fahren nun doch nicht mit ihm weg, weil Opa im Krankenhaus liegt. So bekommen sie auch nicht mit, als Alex plötzlich vor der Tür steht, um Tobi als Zeugen für ihren Trip um die Welt abholt. Tobi hält es für einen Scherz, bis er zum ersten Mal in seinem Leben in einem Flieger sitzt.

Ja, nachdem 11. September 2001 haben sich die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen der Welt verschärft, aber Kinder erregen viel weniger Misstrauen. Wer meint, es wäre unmöglich, doch leider ist das schon möglich. Ich war eher erstaunt, dass zwei 12-Jährige so lange von ihren Eltern komplett allein gelassen werden...

Jules Verne hat einen Abenteuerroman geschrieben, der so spannend und aufregend ist, dass er auch heute noch immer wieder verfilmt wird. Das Problem vor dem Rüdiger Bertram stand war, dass man mit dem Flugzeug deutlich schneller als in 8 Tagen die Welt umrunden kann. Wie soll man denn bei den Sicherheitskontrollen, ohne Indianer und Piraten denn ein spannendes Buch schreiben? Alex und Tobi erleben schon einiges auf ihrer Reise, auch ohne auf einer unbewohnten Insel oder dem Hudson River zu landen. Meine 11- Jährige Tochter fand es wirklich spannend. Sie war von der Beschreibung Hong Kongs beeindruckt, aber auch davon was Alex schon alles wusste, kannte und erlebt hatte, ganz im Gegenteil zu Tobi. Tobi, der einen Blog über sein Leben als Loser-Torwart betreibt und nun auf einmal ganz neue Eindrücke sammelt. Daher schreibt Rüdiger Bertram diese Reise etwas wie ein Tagebuch, es werden die Orte, das Datum und die verbleibende Zeit rückwärts gezählt, wie auch schon bei Phileas Fogg. Aber dies ist ja ein Roman für Jungen und Mädchen ab 10 Jahre, daher kann man sicher sein, dass die Helden nach erfolgter Reise nicht gleich heiraten werden. Dennoch muss natürlich die Spannung aufrecht erhalten werden. Piraten der Lüfte hat er sich dann doch nicht getraut zu nehmen, das wäre dann etwas zu übertrieben gewesen, aber tatsächlich treffen sie in Los Angeles auf dem Flughafen, schon einen Piratenkapitän der besonderen Art, auch wenn er meiner Tochter kein Begriff war (im Gegensatz zu vielen anderen Kindern). Diese Begegnung mit einem Promi, von dem bis zum Ende offen bleibt, ob er es wirklich war, ist wirklich lustig beschrieben und auch andere Situationen sind wirklich originell. So wird Tobi z.B. gebeten ein Geschenk mit nach Hong Kong zu nehmen. Auf diese Bitte reagierten meine Tochter und ich ungefähr wie die zwei Buchhelden, einer freundlich naiv, der andere abgeklärt. Wer von beiden Recht behielt, lässt sich am Ende erahnen, denn es zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Doch sind die Erlebnisse in einem Flugzeug nur begrenzt aufregend, weshalb der Autor einen Kunstkniff wählte, um die zwei ihr Transportmittel wechseln zu lassen, wie eben auch in der Vorlage. So ganz hat mich dieser Kunstkniff nicht überzeugt, meine Tochter aber schon. Anders als das Cover, hat ihr die Geschichte absolut gefallen. Ich hatte mir in Kenntnis der berühmten Vorlage dann mehr Abenteuer erhofft, aber gut, es ist die Reise von zwei Kindern, jenseits der Zeiten von Postkutschen. Ich persönlich fand das Buch nicht schlecht, ich habe es auch gerne mit meiner Tochter gelesen. Ich fürchte jedoch, dass meine Erwartungen zu hoch waren. Bislang fand ich Rüdiger Bertrams Bücher immer sehr witzig, selbst wenn er so tragische Erlebnisse wählt, wie die Flucht der deutschen Denker vor den Nazis in „Der Pfad“. O.k. Nicht sein lustigstes Buch, aber es hat mich sehr bewegt und es war sehr spannend und trotz der Tragik blitzte der Humor stets auf. Bisher fand ich alle Bücher die ich von ihm gelesen habe, super und so waren meine Erwartungen wohl etwas hoch, in Erwartung der modernen Adaptation. Meine Tochter war aber überhaupt nicht enttäuscht und sie ist immerhin die Zielgruppe, kennt auch sehr viele Bücher des Autors und liebt sie, kennt aber eben nicht die Vorlage (wir haben noch nicht einmal eine Verfilmung des Stoffes in unserer Stadtbücherei auftreiben können!) und sie fand das Buch wirklich gut und wollte immer weiterlesen. Gelernt haben wir beide übrigens auch noch auf dieser Reise einiges dazu, auch die Mutter.

Daher empfehlen wir „In 8 Tagen um die Welt“ gerne mit guten 4 von 5 Sternen weiter.


www.lesejury.de

 

Thema des Monats März: Digitale Welten

 

Sabine Zett

Collins geheimer Channel – Wie ich endlich cool wurde

Hörbuch / ab 10 Jahren

159 Minuten (2 Audio-CDs)

 

Collin Duhm, meistens nur Collin Dumm genannt, will der beliebteste Junge der Schule werden. Er kann überhaupt nicht verstehen, dass er es noch nicht ist. Seine Eltern sind ganz ok, seine kleine Schwester Alexa ist ganz reizend, aber auch ziemlich nervig. Am coolsten ist seine Oma Irmgard, die auf keinen Fall Oma genannt werden will. Seine ärgsten Feinde sind Wilhelm von Rosenberg und Justus. Zufällig hört er, wie Kim Marie Maier, sein heimlicher Schwarm, von YouTube erzählt. Die Mädels fahren voll auf diesen Kanal ab. Also beschließt er, YouTube- Star zu werden - am besten über Nacht. Sein allerbester Freund Jo-Jo soll ihm dabei helfen. Doch sein "Chill mal Channel" entwickelt sich nicht ganz so, wie er und Jo-Jo sich das vorgestellt haben. Ein cooles und verrücktes Hörbuch, das ganz besonders Jungs gut gefallen wird. Zu empfehlen.

www.borromaeusverein.de

 

Andrea Schwendemann / Iris Blanck

Surfen, chatten, posten, bloggen – Sicher unterwegs im Internet

Sachbuch / ab 10 Jahren

64 Seiten

 

Was ist ein Newsfeed? Wer hat eigentlich den Computer erfunden? Und wie kann man sich gegen Cybermobbing zur Wehr setzen? Je komplexer das World Wide Web wird, desto mehr Fragen tauchen auf. Antworten auf die drängendsten Fragen rund um Internet und sicheres Surfen liefert dieser Ratgeber. Dabei geht es um zentrale Themen wie Datensicherheit, Daddelsucht und gute und schlechte Internetseiten, die kindgerecht mit zahlreichen farbigen Abbildungen und Grafiken aufbereitet sind. Aber auch verrückte Fakten zur Technikentwicklung und witzige Stories über Twitter-Promis und YouTube-Stars kommen nicht zu kurz.

Dieser gelungene Mix aus Ratgeber, Lexikon, Infos und Geschichten sorgt für Abwechslung und Lesespaß. Die leicht verständlichen Texte richten sich an Kinder und Teens ab 10 Jahren und bieten Schülern, Eltern und Lehrern eine Orientierungshilfe im Datendschungel.

www.stiftunglesen.de

 

 

Jessie Hartland

Steve Jobs – Das wahnsinnig geniale Leben des iPhone-Erfinders

Graphic Novel / ab 12 Jahren

240 Seiten

 

Geschrieben von Julia Neumann

„Die Wetter-App auf unserem iPad sagt uns, was wir morgens anziehen sollen. Die Musik, die uns den Tag über begleitet, haben wir von iTunes. Und der Film den wir abends schauen, ist von Pixar. Hinter all diesen Produkten steht Steve Jobs. Der Mann mit dem schwarzen Pullover bestimmt unseren Alltag – auch noch Jahre nach dem Tod […].“

Steve Jobs gehört wohl zu den bekanntesten Menschen unserer Zeit. Der Visionär und Erfinder hinter den Apple-Produkten löste mit seinen revolutionären Geschäftsideen weltweite Hysterien aus. Die Wenigsten wissen, dass das Leben des Apple-Vaters nicht immer einfach war. Ein Leben mit Höhen und Tiefen, Ecken und Kanten.

Jessie Hartland bietet mit Ihrer Comic-Biografie über den iPhone-Erfinder eine liebevoll gestaltete, detailreiche Kurzfassung seiner Lebensgeschichte. Dabei beleuchtet sie sowohl die guten als auch schlechten Eigenschaften und Lebensabschnitte von Steve Jobs.

Das Buch beginnt mit einer kleinen Zeitreise in die Kinder- und Jugendjahre von Steve Jobs. Lange bevor es Computer gab, wie wir sie heute kennen, und in eine Zeit, in der das Internet noch nicht erfunden war. Im Laufe der ersten Kapitel lernt man den jungen Steve kennen. Seinen Wissenshunger und Tatendrang, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Mit dem Älterwerden entstehen die ersten Geschäftsideen gemeinsam mit seinem Partner Stephen Wozniak, mit dem er wenig später Apple gründet.

In den folgenden Kapiteln skizziert Hartland einen umfangreichen Einblick in das Denken, Schaffen und Handeln des jungen Erfinders. So genial Steve Jobs auch war, so sehr hatten Kollegen und Angestellte teilweise auch mit dem Genie hinter Apple zu kämpfen, was schließlich zum unfreiwilligen Austritt des Apple-Chefs führt.

Genau dieses Ereignis führt dazu, dass Steve Jobs sich auf ursprüngliche Ideen zurückbesinnt. Nach gescheiterten Experimenten kehrt er mit revolutionären Ideen zurück zu Apple. Geräte und Software, die heute jeder kennt, werden erfunden.

Schließlich endet das Buch genauso abrupt, wie das Leben des Genies: unerwartet und plötzlich.

Fazit:

Hartlands Graphic Novel über das Leben von Steve Jobs informiert über alle wichtigen Lebensabschnitte des Erfinders und das so detailverliebt, dass dem Leser letzten Endes vermutlich mehr im Gedächtnis bleibt, als bei jeder anderen geschriebenen Biografie. Sogar die Zeichnungen spiegeln die verschiedenen Lebensphasen von Steve Jobs wieder: während in seiner Kindheit alles noch ungeordnet und durcheinander wirkt, werden die Darstellungen mit fortschreitendem Alter immer übersichtlicher und strukturierter. Das Buch ist vor allem für Leser ohne Vorkenntnisse im technischen Bereich besonders geeignet, da Details und Fachliches einfach und knapp erklärt werden.

Wer eine ausführliche Biografie erwartet, ist wohl mit einem Standardwerk besser bedient. Wer aber einen kurzen Einblick in das Leben des Steve Jobs haben und dabei immer wieder etwas Neues auf den detailreichen Seiten, fern von höflichen Euphemismen entdecken möchte, liegt mit der Comic-Biografie genau richtig.

blog.mid.de

 

 

Thomas Feibel

Like me – Jeder Klick zählt

Belletristik / ab 12 Jahren

224 Seiten

 

Die drei Freunde Karo, Jana und Eddie schließen einen Pakt. Sie wollen zusammen die neuen Moderatoren beim Sozialen Netzwerk „ON Show“ werden. Dafür müssen sie allerdings so viele Freunde und Punkte sammeln wie nur möglich. Alles wird gepostet, persönliches und peinliches und auch Dinge, die unter die Gürtellinie gehen und andere verletzten, denn gerade solche Dinge bringen Punkte. Als Karo und Eddie Zweifel bekommen, nutzt Jana die Situation aus und die Freunde entzweien sich…

Thomas Feibel ist Deutschlands führender Journalist, wenn es um Kinder und Computer geht und er leitet das Büro für Kindermedien in Berlin. In seinem Fach hat er schon etliche Sachbücher, sowie Kinder- und Jugendromane veröffentlicht. „Like me – Jeder Klick zählt“ ist sein neustes Werk, welches sich kritisch mit dem Medium Internet und was es mit unseren Kindern machen kann, auseinander setzt.

„Like me“ wird aus der Sicht von Karo erzählt. Der Leser wird direkt angesprochen, vertraulich, so wie es in der Geschichte nicht passieren kann, denn dort wird direkt alles ins öffentliche Netzwerk gestellt, so dass nichts privat bleibt. Karo erzählt ihre Geschichte, wie sie ihr Leben öffentlich gemacht hat, wie ihr die virtuelle Welt wichtiger wurde als ihr reales Leben. Karo berichtet, wie sie sich immer weiter von ihrem sozialen Umfeld entfernte, bis sie irgendwann erkennen musste, dass ihr in Wahrheit keine Freunde blieben, obwohl ihr ON-Profil weit über 1000 Freunde aufzuweisen hatte.

Das soziale Netzwerk „ON“ ist mit dem durchaus existenten „Facebook“ vergleichbar. Es zeigt sehr authentisch die realen Gefahren auf, denen Kinder und Jugendliche heutzutage erliegen können. Wie schnell verliert man sich in den virtuellen Welten, das hat wohl jeder schon selbst einmal erlebt. Welch fatale Folgen so etwas haben kann, wie schnell wirklich Schaden entstehen kann, dass können junge Leute kaum nachvollziehen. Dieses Buch deckt einige dieser Gefahren auf und verhilft dem einen oder anderen vielleicht ein wenig zu begreifen, was ein paar unbedachte Äußerungen, witzig gemeinte Bilder oder Videos im Internet für Folgen haben könnten.

Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich würde es gerade heutzutage sogar als Schullektüre empfehlen, denn immer noch wird in viel zu wenigen Schulen der verantwortungsbewusste Umgang mit den neuen Medien gelehrt, obwohl dies meiner Meinung nach in der heutigen Zeit unabdingbar ist. Dieses Buch bietet eine gute Diskussionsgrundlage für Schüler um den Einstieg in dieses Thema zu gewährleisten. Mit seinen knappen 170 Seiten hat dieses Buch dafür auch die optimale Länge.

Von mir gibt es hierfür die volle Sternzahl!

www.lilstar.de

 

 

Marco Leonardi

Il web mi ha tolto dalla strada

Belletristik

144 Seiten

 

di Mariella Caruso

Marco Leonardi, 15 anni, catanese, figlio di un mafioso in carcere, è diventato una star della rete

Milano - «Mio padre era in prigione. Un giorno io e mia madre eravamo lì per vederlo, per parlare con lui… ». Comincia così il booktrailer di “Il web mi ha tolto dalla strada”, il libro del quindicenne catanese Marco Leonardi. Pubblicato da Mondadori, sarà in libreria dal 18 aprile.

Con 335 mila followers su Facebook, oltre 172 mila su Youtube, 43.200 su Twitter, 557 mila su Instagram, Marco è una webstar («Ma questo – ammette il quindicenne - ancora mi sembra un parolone») con una storia dolorosa. Figlio di un mafioso arrestato (e poi condannato) nell’ambito dell’operazione “Fiori bianchi”, Marco ha voluto raccontare la sua vita senza nascondere nulla. «So che ho rivelato cose che in genere si tende a nascondere, ma non ho nulla di cui vergognarmi. Certo non vado fiero di quello che è successo a mio padre, ma so che le cose che ha fatto in passato le ha fatte per necessità. E spero che le mie parole possano essere d’aiuto a chi si trova nella mia stessa situazione», chiarisce.

Nei capitoli del suo libro c’è tutto: la famiglia, gli arresti del padre, la vita agiata prima e le difficoltà successive, l’addio alla scuola, l’ascesa come youtuber. «All’inizio erano soltanto note scritte sul mio telefonino, sfoghi personali che mi aiutavano in momenti molto duri. Non avrei mai pensato che un giorno sarebbero diventate le parole di un libro», racconta con un po’ di stupore. Del resto in quel momento Marco non era ancora un adolescente famoso, ma un ragazzino con un padre in galera, che aveva lasciato la scuola in seconda media e che, per mettere in tasca qualche euro, andava a raccogliere ferro con lo zio.

«Oggi la mia vita è cambiata e il titolo del libro rispecchia la realtà: il web mi ha davvero tolto dalla strada», ammette. «Non so cosa sarebbe accaduto se non fossi stato così fortunato, ma so che comunque non avrei imboccato una cattiva strada perché si entra in una spirale pericolosa», dice con una maturità diversa da quella di un ragazzino di 15 anni che non vuole pensare al futuro. «Non mi piace pensarci, cerco di godermi la mia età e spero di poter tornare a studiare al più presto – rivela -. Ho preso la licenza media con l’aiuto delle assistenti sociali e mi piacerebbe prendere un diploma e studiare recitazione».

Ora è concentrato sul libro, al quarto posto tra quelli in pre-order su Amazon. Lo presenterà il 18 aprile alla Mondadori di Milano. «Non so quale sarà la reazione di chi lo leggerà. Mi basta sapere che la mia famiglia è orgogliosa di me. Anche mio padre aspetta di leggerlo, glielo porterò», dice soddisfatto. «Posso dire la mia sulla proposta di togliere i figli ai mafiosi?» chiede. «Secondo me è giusto che chi ha sbagliato paghi, ma non devono pagare i figli. So cosa vuole dire crescere senza un padre, ma almeno so di poterlo andare a trovare – conclude -. Non è giusto strappare i figli ai genitori».

www.lasicilia.it

 

Thema des Monats: Das ganz normale Chaos Leben- Witzige Bücher mit Realitätsbezug

 

Donna Gephart

Tod durch Klopapier

Jugendbuch / ab 10 Jahren
288 Seiten

 

„Liebe Exzellent-Toilettenpapier-GmbH…“ Mit dieser Briefanrede als Einstieg hat das Buch bereits zweifellos ein Alleinstellungsmerkmal unter Beweis gestellt. Und Klopapier entrollt sich über die ganze Geschichte weg – sozusagen als Variante des berühmten roten Fadens. Jedem Kapitel von Benjamin Epsteins anrührender Geschichte ist eine kurze Sachinfo zur Geschichte des Toilettenpapiers und seiner Benutzung vorangestellt – und am Ende weiß der Leser nicht nur, dass das zunächst nur verschämt angeforderte Alltagsutensil 1857 erfunden wurde oder dass die Briten fast zweimal so viel dafür bezahlen wie die Amerikaner. Er versteht nun auch besser, warum sozialer Abstieg sich am Wechsel von weichem, doppellagigem Papier zu kratzig-grauem Notbehelf festmachen lässt. Seit Bens Papa gestorben ist, kann seine Mutter kaum noch die Miete aufbringen, der Hausbesitzer steht ständig auf der Matte, die Eltern von Bens Freunden haben plötzlich immer Essen übrig, das „ohnehin weg musste“ und Bens verzweifelte Geschäftsideen sind entweder nicht ganz legal oder werden von fiesen Klassenkameraden torpediert. Es ist zum Verzweifeln! Dass Bens Großvater, der unter allerhand seltsamen Aussetzern leidet , bei ihnen einzieht, macht die Sache nur noch chaotischer. Ob die Tatsache, dass Ben ein Preisausschreiben-Profi ist, die Familie wohl retten kann?

Viele schwere Themen – und eine federleicht erzählte Geschichte! Dass das hier wirklich funktioniert, liegt vor allem an der liebenswerten Hauptfigur. Die ist zwar fast zu gut, um wahr zu sein – aber sie wächst einem derart ans Herz, dass man von Seite zu Seite inniger auf ein Happy-End (und mehrlagiges Toilettenpapier für die Familie) hofft. Und natürlich wird man nicht enttäuscht!
Die Geschichte liest sich in einem Rutsch und wird durch die Klopapier-Erkenntnisse und Bens kreative Überlegungen zu den passenden Werbesprüchen für einen Wettbewerb („Auf dem Klo mit Niveau“) zusätzlich aufgelockert. Die verwendeten jiddischen Wörter und Begriffe werden in einem kleinen Glossar erklärt – und liefern ggf. zusätzlich Gesprächsimpulse. Ein kurzweiliges, aber nicht oberflächliches, originelles und Herz erwärmendes Lesevergnügen!

Gewinner - Leipziger Lesekompass 2016

www.stiftunglesen.de

 

 

James Patterson/Chris Tebbetts

Scuola media – Gli anni peggiori della mia vita

Jugendbuch / ab 11 Jahren
284 Seiten

 

James Patterson è uno dei più grandi fenomeni editoriali dei giorni nostri, uno degli autori che ha venduto di più al mondo, scrittore perlopiù di thriller per un pubblico adulto e, con Scuola media: gli anni peggiori della mia vita, si rivolge per la prima volta ad un target adolescenziale. Tutti siamo stati alla scuola media, quindi tutti conoscono quel momento della vita in cui ci si stacca dalla famiglia per entrare in un mondo di grandi. E la distanza che separa i due mondi può generare una crisi profonda perché non sempre gli interessi e le speranze di un ragazzino undicenne che si affaccia all’adolescenza sono compresi dalla scuola.

Questa è la storia di Rafe Khatchadorian, prima media, ragazzino introverso ma dotato di una fervida immaginazione. Inserito in questo nuovo mondo attua una sua strategia di sopravvivenza diventando un protagonista perfetto per questo libro. Non è sicuramente cattivo ma, agli occhi degli adulti, si comporta da ragazzaccio, insomma un bad boy. E la letteratura per ragazzi non è certo priva di simili esempi: dal classico Tom Sawyer di Mark Twain al più attuale Bart Simpson. Del resto al lettore piace scoprire “il cuore d’oro” nascosto da qualche parte sotto l’aria cattiva e Rafe è un protagonista abbastanza trasgressivo da essere interessante, ma sotto sotto abbastanza buono ed anche intelligente perché ha ben chiara la differenza tra giusto e sbagliato.

La storia prende l’avvio con il discorso di apertura dell’anno scolastico del preside. In tale occasione viene distribuito a tutti gli alunni un libretto con il Codice di Comportamento dell’istituto, una lista di 112 regole. Rafe ha un’idea: trasgredirà tutte le regole, una per una. Inizia l’operazione R.A.F.E. (Regole Assurde Finirete Eliminate). Questa sarà la sua grande impresa che gli permetterà di staccarsi dal mondo dei piccoli e farsi largo tra bulli, perfide insegnanti e ragazzine irraggiungibili.

Leggendo questo esilarante racconto si scoprirà come Rafe porterà a termine la missione che si era prefissato tra rocambolesche avventure non solo descritte ma sapientemente illustrate.

Il libro, da pochissimo in Italia, è già ai vertici delle classifiche della narrativa per ragazzi. In America si trova sugli scaffali il secondo volume perché la storia di Rafe sta diventando una vera e propria saga per i più giovani. La Salani, con l’uscita del libro, ha lanciato una serie di iniziative per far scoprire ai ragazzi quanto sia divertente leggere.

Il simpatico romanzetto, scritto a quattro mani con Chris Tebbets, può benissimo essere tra i libri da inserire nella valigia delle vacanze anche di un adulto: i gustosi siparietti creati dal monello protagonista sono gli stessi che ognuno di noi ha vissuto perché in ogni classe c’è sempre stato – mi smentisca chi asserisce il contrario – un Rafe e riviverlo in questa lettura è un po’ riappropriarsi della passata adolescenza.

www.gliamantideilibri.it

 

 

Jen Malone

Acht Städte, sechs Senioren, ein falscher Name und der Sommer meines Lebens

Jugendbuch / ab 13 Jahren
320 Seiten

 

Von Andrea Wanner

Manchmal muss das Schicksal ganz besondere Aufgaben bereithalten, um einen aus der Reserve zu locken. Dabei kann Ungeahntes geschehen.

Es fühlt sich ein bisschen wie ein Hase-Igel-Spiel an: egal was Aubree macht, ihre ältere Schwester Elizabeth war immer schon da. Schneller, schöner, klüger, besser. Also schraubt Aubree ihre Ansprüche an sich selbst und ihr Leben auf ein Mindestmaß herunter. Elizabeth wäre sowieso besser. Die hat jetzt ihr College hinter sich und einen Job als Wahlhelferin bei einem Politiker in Aussicht. Und Aubree will nach der High-School nicht mal zu Hause ausziehen.

Dann allerdings geschieht etwas, das die Kleine in eine Zwickmühle bringt: Elizabeth hat ihr aus einer Patsche geholfen und erwartet nun eine Gegenleistung. Denn der ersehnte Job ist gefährdet. So muss sich Aubree als ihre ältere Schwester ausgeben und eine Seniorenbusreise auf ihrem Bustrip durch Europa begleiten.

Was andere vor Begeisterung hätte jubeln lassen, erfüllt die 17jährige mit Panik. Ein Flug nach Europa, Verantwortung für eine Reisegruppe, unterwegs sein in fremden Ländern, von denen sie keine Ahnung hat, ist das Gegenteil von dem, was sie will. Daheim ist es am schönsten, hat sie vor langer Zeit beschlossen, und weder Neugierde noch Fernweh entwickelt. Eine generalstabsmäßige Vorbereitung (geheim, denn die Eltern dürfen nichts von dem Plan wissen) und ein dicker Ordner voll mit all denen überlebensnotwendigen Informationen, die die Reise gelingen lassen sollen, trösten sie ein wenig. Und dann beginnt das Abenteuer, reiht sich Komplikation an Komplikation, geht schief, was nur schiefgehen kann – und Aubree wächst über sich hinaus.

Jen Malone hat sich für die Reisegruppe wunderbar skurrile Seniorinnen und Senioren ausgedacht, die sämtliche Klischees erfüllen. Die Tour führt von Amsterdam über Braubach am Rhein nach Salzburg, Wien, Prag, Venedig, Cinque Terre bis Monaco, wobei sich durch eine Seniorenreise ihrer Großmutter inspirieren ließ. Europa durch die Augen einer Amerikanerin gesehen, wirkt ebenso frisch wie naiv und lässt ein buntes Postkarten-Europa vor den Augen der Leserin entstehen, die perfekte Kulisse über diverse Fettnäpfchen und eine wundervolle Liebesgeschichte.

Malone erzählt ausführlich, widmet sich den äußeren Details ebenso wie den inneren Konflikten ihrer Heldin, die sich selbst Tag für Tag besser kennenlernt und am Ende in der Lage ist, endlich selbstbewusst und verantwortlich eigene Entscheidungen zu treffen. Verpackt ist das in einen leichten, unterhaltenden Roman, der einfach Spaß macht – auch wenn es durchaus ernste Probleme gibt – und schon mit seinem Luftpostcover und den unterschiedlichen Stempeln einladend Lust aufs Reisen macht.

titel-kulturmagazin.net

 

 

Clémentine Beauvais

Die Königinnen der Würstchen

Jugendbuch / ab 14 Jahren
288 Seiten

 

Wenn mich in der Buchhandlung jemand nach einem witzigen Roman für eine 14jährige fragt, dann komme ich an meine Grenzen. Spannend, romantisch, dystopisch – kein Problem. Aber lustig, das ist nicht so einfach.

Mit “Die Königinnen der Würstchen” hat sich mein humorvolles Repertoire im Jugendbuch nun um einen Titel erweitert. Um einen sehr besonderen.

Mireille ist erstaunt: In diesem Jahr belegt sie bei der Wahl zur “Wurst des Jahres” auf Facebook nur Platz drei und erhält somit Bronze.

Wie kann das sein? In den vergangenen beiden Jahren hatte sie doch immer Gold bekommen!

Diesen “Preis”, der das hässlichste Mädchen der Schule kürt, hat Malo ins Leben gerufen. Malo, der mit Mireille in den Kindergarten gegangen ist und ihr bester Freund war. Bis die beiden in die weiterführende Schule kamen.

Von einem Tag auf den anderen beschimpfte Malo Mireille, sie sei dick und hässlich und er wolle mit ihr nichts mehr zu tun haben. Er habe jetzt coole Freunde.

Dass er vor drei Jahren aber solch einen fiesen “Preis” ins Leben rief, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Mireille jedoch hat sich inzwischen daran gewöhnt und begegnet der Sache mit einer gehörigen Portion Ironie. Daher klickt sie auch “Gefällt mir”, als Malo auf Facebook schreibt: “Die Konkurrenz war hart, aber für mich ist und bleibt Mireille Laplanche die unangefochtene Wurstkönigin. Ihr fetter Schwabbelhintern, ihre Hängebrüste, ihr Kartoffelkinn und ihre winzigen Schweinsäuglein haben sich für alle Zeiten in unser Gedächtnis eingegraben.”.

Das ist wirklich fies, aber wie gesagt, Mireille nimmt es mit Humor.

Ganz im Gegensatz zu Astrid, die in diesem Jahr auf dem ersten Platz gelandet ist. Sie ist neu an der Schule und fasst sich ein Herz, indem sie am Abend der Veröffentlichung bei Mireille auftaucht, obwohl sie mit ihr bisher noch nichts zu tun hatte.

Aber der Wunsch, sich mit einer Leidensgenossin auszutauschen ist groß und so ist sehr verwundert darüber, dass das alles an Mireille abzuprallen scheint – und dass diese sogar Scherze über die Sache macht.

Damit das Trio komplett wird, beschließen sie die dritte “Wurst des Jahre” zu besuchen: Hakima, die erst 12,5 Jahre alt ist.

So kommt es, dass die drei Mädchen und Hakimas Familie sich zusammen im Fernsehen die Nachrichten ansehen, in welchen von der bevorstehenden Feier anlässlich des französischen Nationalfeiertags (dem 14.Juli) im Élysee-Palast in Paris berichtet wird. Die Mädchen stellen fest, dass alle von Ihnen einen guten Grund hätten, um dort aufzulaufen.

So wird die Idee geboren: Mireille, Astrid und Hakima werden mit dem Fahrrad nach Paris fahren, um dort am 14.Juli die Party der Präsidentin zu crashen. Geld für die Reise möchten sie verdienen, indem sie auf dem Weg nach Paris Würstchen verkaufen…

Bisher kannte ich nur Clémentine Beauvais ernste Seite. In “Dreckstück” schreibt sie über eine Gruppe Jugendlicher, die an einem kleinen dunkelhäutigen Mädchen ihren Frust ablassen. Ein brillant geschriebenes Lehrstück darüber, wie aus Langeweile Hass entstehen kann.

Dass Clémentine Beauvais auch witzig sein kann, hätte ich nicht gedacht. Aber sie ist es und ihre Hauptfigur Mireille ist so schlagfertig und ironisch, dass es eine wahre Freude ist.

Aber Mireille ist nicht nur lustig, sondern auch sehr kameradschaftlich und so werden die drei Mädchen ein Team, in dem jeder einfach so sein kann, wie er ist.

Hakima zum Beispiel ist auf ihre ganz eigene unfreiwillige Art sehr lustig. Zum Beispiel, als sich die drei die Fahrradstrecke nach Paris auf Google Maps anschauen und Hakima freudig ausruft “Super! […] Das geht ja fast nur geradeaus! Und dauert auch nur vier Stunden und zehn Minuten!” – bis Mireille sie darauf hinweist, dass dies die Fahrtdauer wäre, wenn sie mit dem Auto fahren würden.

Neben all den humoristischen Passagen, flicht die Autorin auch ernste Themen geschickt ein. Zum Beispiel übernachten die Mädchen einmal während ihrer Fahrradtour bei einer älteren Dame, die ihnen erzählt, dass sie nie wieder in ihrem Geburtsort gewesen ist, obwohl dieser nur zwei Stunden entfernt liegt. Der Grund hierfür hat etwas mit ihrer Schwester zu tun – und mit dem Jahr 1945.

Diese Kombination aus Beschwingtheit, zum Nachdenken anregenden Begebenheiten und viel Humor machen dieses Buch so besonders.
Einfach toll!

www.diebuchbloggerin.de

 

Thema des Monats Jänner: Flucht und Migration

 

Ingeborg Kringeland Hald

Vielleicht dürfen wir bleiben

Jugendbuch / ab 12 Jahren
112 Seiten

 

Der elfjährige Albin ist auf der Flucht. Immer noch. Und das, obwohl es nun schon fünf Jahre her ist, dass er mit seiner Mutter und den kleinen Geschwistern von Bosnien nach Norwegen gekommen ist. Aber es hat sich nichts daran geändert, dass er verfolgt wird: Von den Erinnerungen an den Tag, der alles verändert hatte. Dem Tag, als sein Vater von den Soldaten erschossen wurde, die Familie nur knapp mit dem Leben davon kam und schreckliche Dinge mit ansehen musste. Und jetzt sollen sie wieder vertrieben werden! Im Kofferraum eines Autos flieht Albin in eine völlig ungewisse Zukunft, die - egal was passiert - immer geprägt sein wird von seinen Erlebnissen...

Im Wechsel wird die Geschichte von Albins Familie und sein hilfloser Versuch, der Abschiebung zu entkommen, geschildert: in knappen Sätzen, aus der Sicht eines Kindes, ohne Pathos, ergreifend nüchtern. Der Kontrast zwischen seiner Welt und der der beiden norwegischen Mädchen Amanda und Lisa, die mit ihren Großeltern in die Ferien fahren, könnte größer nicht sein. Und doch wird klar, dass alle Kinder - und nicht nur sie - das Gleiche brauchen: Wärme, Sicherheit und die Menschen, die sie lieben. Knapp geschildert, leicht lesbar, aber nicht leicht zu verarbeiten: Das Buch eignet sich für den Einsatz im Unterricht, als Gesprächsgrundlage oder einfach als authentischer Einblick in die Gefühle derer, die ihre Heimat verloren und Furchtbares erlebt haben.

www.stiftunglesen.de

 

 

Brigitte Blobel

Kein Weg zu weit – Ein Mädchen zwischen Flucht und Hoffnung

Jugendbuch / ab 14 Jahren
256 Seiten

 

Hoffnungsvoll macht sich ein Mädchen auf den Weg nach Europa ohne zu ahnen, welche Entbehrungen auf sie zukommen.

Azmera lebt in Eritrea. Ihr Vater ist nach Schweden geflohen, nachdem er der Haft entkommen konnte. Ständig wird die Familie von Milizen bedroht. Mit den gesamten Ersparnissen der Familie macht sich die Siebzehnjährige auf den Weg nach Schweden. Geführt von Schleppern, begegnet sie auf der Flucht durch den Sudan und die Wüste zahlreichen Menschen. Eine alte Frau rettet sie vor einer Vergewaltigung, eine Sudanesin hilft ihr, als sie krank ist und der junge Patros gibt sie als seine Schwester aus. Mutig stellt sich Azmera den unvorstellbaren Strapazen, denn einen Weg zurück gibt es nicht. - Eine Story, die Verständnis für flüchtende Menschen aus Afrika weckt und anschaulich deren Sehnsucht nach Freiheit und Frieden schildert. Überall empfohlen!

Ursula Reich

www.borromedien.de

 

 

Christine Schulz-Reiss

 

Nachgefragt: Flucht und Integration (Basiswissen zum Mitreden)

 

Sachbuch / ab 14 Jahren

141 Seiten

 

Inhalt

"Kein Tag ohne Flüchtlinge – und Fragen über Fragen: Woher kommen sie? Und warum? Wollen die alle zu uns?" (S. 8), so lautet der Einleitungssatz zu Christine Schulz-Reiss' Sachbuch Flucht und Integration, das sich einem hochaktuellen Thema zuwendet, das uns alle tagtäglich beschäftigt und in allen Medien verhandelt wird. In acht Kapiteln bereitet die Sachbuchautorin, politische Reporterin und Redakteurin, die in derselben Nachgefragt-Reihe schon Bände zu Europa, Politik, Menschenrechte und Demokratie publiziert hat, das Thema für jugendliche Leser auf:

  1. Unterwegs (Geschichte und Hintergründe von Vertreibung, Flucht und Migration)
  2. Woher und warum? (zur aktuellen Flüchtlingssituation und den Bedingungen in den Herkunftsländern)
  3. Was hat das mit uns zu tun? (Globalisierung und weltpolitische Konflikte)
  4. Wanderer zwischen den Welten (Erscheinungsformen von Migration)
  5. Du ja, du nein (Rechtslage bei der Aufnahme von Flüchtlingen und bei Asylanträgen)
  6. Die Angst vor dem Fremden (Hintergründe und Erscheinungsformen von Fremdenfeindlichkeit)
  7. Wer sind wir und was uns prägt (Werte, Normen und Kulturen)
  8. Packen wir's an (zur aktuellen Situation in Deutschland).

Die einzelnen Themenkomplexe werden grundsätzlich sehr knapp auf einer Doppelseite verhandelt, sodass es möglich ist, das Sachbuch als Nachschlagewerk zu nutzen, gemäß der in der Einleitung formulierten Empfehlung:

"Du kannst es von vorne bis hinten lesen oder dir erst mal die Kapitel rauspicken, die dich besonders interessieren. In jedem Fall wirst du dich am Ende besser zurechtfinden im Dschungel von Informationen, Vorurteilen und Ansichten über Flüchtlinge und Integration. Dann kannst du dir deine eigene Meinung bilden und mitreden, wenn es zu Hause, in der Schule, wo auch immer um dieses wichtige Thema geht."(S. 9)

Als Nachschlagewerk eignet sich das Buch auch deshalb, weil es durch ein Glossar und ein Stichwortverzeichnis abgerundet wird, das dem jugendlichen Leser hilft, sich im Text zurechtzufinden.

Untermalt sind die jeweiligen Kapitel durch gezeichnete Illustrationen von Verena Ballhaus zu den jeweiligen Themenbereichen und eingefügten Fotos, beispielsweise von zerstörten Wohngebieten im syrischen Homs, dem Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko oder von dem EU-Parlament in Straßburg.

Kritik

Die Autorin liefert in diesem Buch detailliert recherchiertes Faktenwissen zum Thema Flucht und Migration und beleuchtet viele Facetten, sodass ein sehr umfang- und facettenreiches Bild von diesem komplexen Thema entsteht. Ein hochaktuelles Buch, das nicht nur historische Zusammenhänge in einfacher Sprache erklärt, sondern darüber hinaus umfangreich auf die aktuelle Situation in Deutschland eingeht: Sowohl die Politik Angela Merkels wird erklärt als auch die Gesetzeslage zum deutschen Asylrecht, Fluchtursachen werden beleuchtet ebenso wie psychische Hintergründe von Fremdenhass. Die Sachbuchautorin legt ein klares politisches Bekenntnis vor, indem sie ihre jugendlichen Leser dazu aufruft, sich aktiv an der Integration geflüchteter Menschen zu beteiligen. […]

Auf der einen Seite arbeitet Schulz-Reiss mit starken Verkürzungen und Klischees, auf der anderen Seite sind einige Ausführungen zu voraussetzungsreich, viele Begriffe werden erklärt, aber zuweilen wird das auch versäumt, z.B. beim Wort "Milizen" (S. 13).

Ob die explizit und eindeutig formulierten Wertungen der Verfasserin (von Wirtschaftsflüchtlingen zu sprechen sei "boshaft und ungerecht", S. 29) in ein Sachbuch gehören, das sich ja eigentlich von der Textsorte her einer eher neutralen Darstellung verpflichtet sieht, darüber lässt sich streiten. Zuzustimmen ist dem politischen Bekenntnis von Schulz-Reiss alle Mal. Die Frage ist nur, ob sie Jugendliche mit ihren Appellen wirklich erreicht. Wünschenswert wäre es sicher, wenngleich die Lektüre des Buches auch so deprimierend wirken kann, dass man das Gefühl hat, angesichts von Ausbeutung und Fremdenfeindlichkeit könnte man eigentlich gleich aufgeben. Das freilich ist nicht der Autorin anzukreiden, macht sie doch nur auf die vielen Kriege, Krisenherde und Keimzellen von Hass und Gewalt in unserer globalisierten Welt aufmerksam. Folglich handelt es sich um ein Buch, das auch auf erwachsene Vermittler angewiesen ist, die mit Jugendlichen über all die bedrohlichen Themen reden (geeignet sind z.B. parallele Lektüren von narrativen Jugendbüchern zum Thema Flucht, Integration und Fremdenhass, z.B. Train Kids von Dirk Reinhardt oder Sommer unter schwarzen Flügeln von Peer Martin). Das Plädoyer von Schulz-Reiss mündet in einen Aufruf zur Mitmenschlichkeit und zur Integration von geflüchteten Menschen. Als Positivbeispiel fungiert am Ende die Willkommenskultur, die in der Stadt Stuttgart etabliert wird.

Fazit

Das Anliegen des Sachbuches Flucht und Integration ist es, "eigene Unzufriedenheit und Vorurteile [...] abzuklopfen, zu überprüfen, was sich eigentlich dahinter verbirgt, sie zu überdenken und möglichst zu korrigieren" (S. 95). Ein ehrenvolles Anliegen, ein klares politisches Bekenntnis, dem sicherlich kein KJL-Rezensent widersprechen möchte – ich auch nicht. Ob die Darstellungsform gelungen ist, darüber lässt sich streiten, über das Anliegen und den Appell nicht: "Macht Augen, Ohren und Arme auf, und eure Welt wird größer." (S. 129). Dem ist nichts hinzuzufügen.

Kirsten Kumschlies

www.kinderundjugendmedien.de

 

 

Thema der Monate November/Dezember: Besondere Menschen

 

Pénélope Bagieu
Unerschrocken

Fünfzehn Porträts außergewöhnlicher Frauen
Graphic Novel / ab 12 Jahren
144 Seiten

Bärbel Gerdes

In einem hinreißenden Comic-Buch stellt uns die französische Cartoonistin, Comickünstlerin und Illustratorin Pénélope Bagieu 15 unerschrockene Frauen vor. Mit viel Humor und treffenden Zeichnungen zaubert sie auf wenigen Seiten das Leben und die erstaunlichen Taten sehr unterschiedlicher Frauen aufs Papier.

"Sicher ist, dass man nicht werden kann, was man nicht kennt, wovon man keine Ahnung hat.", begründet Pénélope Bagieu ihre Motivation zu diesem Buch in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. "Und mir geht es heute als erwachsene Frau, als Zeichnerin darum: Es gibt 100 Frauen, 1.000 Frauen, die Vorbildcharakter haben, die einfach cool sind! Man muss sie zeigen!"

Und so macht sie nicht nur Frauen sichtbar, die für uns bislang unsichtbar blieben – sie zeigt auch Frauen sehr anders, als wir sie kennen. Josephine Baker zum Beispiel, die sie als "Tänzerin, Widerstandskämpferin, Mutter" vorstellt. Mitnichten war diese lediglich das Bananenrock-schwingende dunkelhäutige Tanzgirl in Paris. Kurz nachdem sie die französische Staatsbürgerinnenschaft erhält, besetzen die Nationalsozialisten Frankreich. Josephine Baker schließt sich als Spionin der Résistance an und nutzt ihre Prominenz, um an geheime Informationen zu kommen. Sie "schmuggelt Nachrichten mit unsichtbarer Tinte auf ihren Notenblättern" und erhält für ihr Engagement im Widerstand alle wichtigen militärischen Auszeichnungen.

Bagieu zeichnet das Leben der rebellischen Schwestern Patria, Adela, Minerva und Maria Teresa auf, die in der Dominikanischen Republik gegen den Diktator Trujillo kämpfen. Sie setzen sich für Menschenrechte ein und Minerva wird die erste weibliche Jura-Doktorandin ihres Landes. Die drei Schwestern geben sich einen Codenamen, der sie bekannt machen wird: Las Mariposas, die Schmetterlinge. Immer wieder geraten sie in Haft und werden gefoltert. Die katholische Kirche und die internationale Öffentlichkeit unterstützen sie. Nach einer fünfjährigen Haftstrafe werden sie plötzlich entlassen – und befürchten das Schlimmste. Das trifft am 25. November 1960 ein. Ihr Auto wird angehalten und die Schwestern mit einer Machete massakriert. Seit den 1980er Jahren findet daher jedes Jahr am 25. November der Internationale Tag zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen statt.

Es ist eine hohe Kunst, wie Pénélope Bagieu es versteht, solche komplexen und auch furchtbaren Ereignisse auf wenigen Seiten mit spärlichem Text und wunderbar klaren Bildern darzustellen. All ihre Porträts fassen die Essenz der Porträtierten auf beeindruckende Weise zusammen und am Ende jedes Porträts beschreibt ein großes doppelseitiges Bild die ganze Geschichte, das ganze Leben der vorgestellten Frau.

Das weite Panorama dieser Frauen ist fantastisch: die "Meerjungfrau" Annette Kellermann, eine Schwimmerin, die den Badeanzug erfand, die liberianische Sozialarbeiterin und Friedensnobelpreisträgerin Leymah R. Gbowee , die es schafft, sich aus heftigste Gewalterfahrungen zu befreien, von Gewalt betroffene Frauen unterstützt und berät und eine Frauenbewegung in Liberia ins Leben ruft, die maßgeblich dazu beiträgt, den berüchtigten Charles Taylor zu vertreiben. Daraufhin wird Ellen Johnson Sirleaf die erste Präsidentin des Landes, die dafür sorgt, dass Taylor wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt wird. Wir treffen eine Frau mit Bart und eine chinesische Kaiserin, eine Leuchtturmretterin und die großartige Autorin und Malerin Tove Jansson.

Der wunderbar designte Band mit seiner Bauchbinde und dem hellblauen Einband macht Spaß, ist informativ und sehr humorvoll. Und er macht Mut. Pénélope Bagieu: "Also, wenn ich eine Botschaft habe, dann sicherlich diese: Es ist immer schwierig gewesen, sich zu behaupten, zu jeder Zeit...Ich setze auf die Solidarität und die gegenseitige Ermutigung. Und natürlich kann man Umwege nehmen, man kann Parallelwege gehen, nichts ist einfach."

www.aviva-berlin.de

 

Ernest Shackleton
Gefangen im Packeis (Abenteuer & Wissen)

Hörbuch / ab Berit Hempel9 Jahren
84 Minuten

Kurzbeschreibung:
Antarktis, Elephant Island, 24. April 1916. Ernest Shackleton besteigt mit fünf seiner Männer das kleine Segelboot, wirft noch einen Blick zurück auf seine restliche Crew und startet die spektakulärste Rettungsaktion in der Geschichte des Südpolarmeeres. Um seine Mannschaft nach dem Verlust des Polarschiffs Endurance aus dem Polareis zu befreien, wagt er den Weg über das Meer zur 1.500 km enfernten Küste von Südgeorgien. Dass das Boot nach 16 Tagen Fahrt über das offene Meer tatsächlich die Küste erreicht, gleicht schon einem Wunder. Doch dann muss Shackleton noch fünf Tage die vereiste, gebirgige Insel durchqueren, um in einer Walfangstation Hilfe zu holen. Im August 1916 wird die Mannschaft der Endurance aus ihrem Gefängnis aus Eis und Schnee befreit. Arved Fuchs spricht mit der Autorin über seine Expedition, in der er die unglaubliche Rettungsfahrt des Ernest Shackleton selbst nachreiste.

Jurybegründung:
Wissen kann faszinieren: Die gefährliche Expedition von Ernest Shakleton wird von Theresia Singer akustisch so in Szene gesetzt, dass die Ereignisse unmittelbar spürbar werden. Die Sounds, zum Beispiel das erdrückende Packeis und das ins Schiff eindringende eiskalte Wasser, erklingen so realistisch, dass man mittendrin ist und bleibt. Die Musik unterstreicht dezent aber sehr wirkungsvoll die Atmosphäre. Das Sprecherensemble um die Erzähler Frauke Poolmann und Bodo Primus machen Geschichte lebendig! Wissenserwerb durch ein spannungsreiches (Zu)Hören: das schafft der Gesamtklang des Features „Ernest Shackleton. Gefangen im Packeis“.

www.kinderhoerbuchpreis.de

 

Verschiedene Autoren
Reihe „Grandissimi“

Sachbuch / ab 9 Jahren
80 Seiten

Giuseppe Fantasia, Giornalista

Da oggi, anche un bambino di sette anni può sapere con tutta facilità chi erano quei grandi personaggi del passato che con le loro arti e con le loro gesta hanno fatto la Storia, lasciando un segno nel tempo e divenendo dei veri e propri miti. Ciò è possibile grazie alle Edizioni EL, la più grande casa editrice italiana specializzata in libri per bambini, ragazzi e giovani adulti che ha deciso di pubblicare Grandissimi, una collana speciale che vuole raccontare ai più piccoli i grandi personaggi della Storia in chiave moderna e leggera.

Sei libri di ottanta pagine - ognuno dal formato tascabile - scritti da sei tra i migliori autori italiani per ragazzi che assieme ad altrettanti illustratori sono stati capaci di raccontare quegli avvenimenti e quei protagonisti con immediatezza e calore. Grazie alla leggerezza del loro racconto e alla forza delle emozioni, i giovani lettori potranno così scoprire alcune figure intramontabili senza fatica e - soprattutto - senza annoiarsi potranno abbandonarsi alla lettura con la stessa intensità e piacere con cui si legge un libro di avventure, conoscendo così uomini e donne impossibili da dimenticare.

Ecco quindi le gesta del grande conquistatore Giulio Cesare, amatissimo dal popolo e dai soldati oltre che raffinato uomo di lettere, narrato con passione da Guido Sgardoli, o le invenzioni uniche e geniali di Leonardo da Vinci, artista insuperabile, descritto con stile agile e moderno da Davide Morosinotto.

Pierdomenico Baccalario racconta la bellissima regina Nefertiti, che grazie al suo amore di sposa per il Faraone e al suo coraggio cambiò la storia d' Egitto.

A Tommaso Percivale il compito di descrivere Francesco d'Assisi, mettendone in risalto il candore del carattere che lo portò alla scelta di rinunciare a tutto per essere felice e per rendere felici gli altri.

Alessandro Gatti ci racconta con vivacità le imprese di Cristoforo Colombo, il cui destino di viaggiatore temerario in cerca di nuovi orizzonti spostò in modo definitivo i confini del mondo fino allora conosciuti.

Infine, Elisa Puricelli Guerra traccia il ritratto di Anne Frank: il suo sogno di un futuro pieno, le sue parole per raccontare il suo mondo negato.

Sei storie di sei personaggi senza tempo che provocano emozioni e che aiutano a crescere e a conoscere il passato. Sei storie affascinanti, sorprendenti ed imprevedibili, capaci di impressionare e stimolare l'immaginazione e la curiosità. Sei libri (ma siamo sicuri che se ne aggiungeranno presto degli altri) facili da leggere e difficili da dimenticare.

www.huffingtonpost.it

 

Thema des Monats Oktober: Fantasy

 

Aimée Carter

Animox 1: Das Heulen der Wölfe

Belletristik / ab 10 Jahren

384 Seiten

Simon wird von seinen Klassenkameraden für einen Idioten gehalten und gemobbt, weil sie ihn dabei erwischt haben, wie er mit Tieren sprach. Seitdem ist die Schule ein einziger Horror für ihn. Doch er kann wirklich mit Tieren reden und fragt sich, was mit ihm los ist. Er wächst bei seinem Onkel auf, sein Vater ist tot und seine Mutter, die er sehr vermisst, kommt aus beruflichen Gründen nur sehr selten vorbei. Doch dann passieren merkwürdige Dinge: Ein Adler landet vor seinem Zimmerfenster, sein Onkel verwandelt sich in einem Wolf, Tauben und Ratten bekämpfen sich und schließlich erfährt er, dass er keineswegs der einzige Mensch mit dieser Fähigkeit ist, sondern dass es viele davon gibt. Plötzlich ist Simon in großer Gefahr.

Simon ist ein sympathischer Kerl, der den Lesern erst einmal leid tut, weil er so fies behandelt wird. Doch dann beginnt eine überstürzte Flucht, in deren Verlauf er ein wenig darüber erfährt, wer er eigentlich ist. Nach und nach kann er sich manches Ereignis der Vergangenheit erklären, aber die Masse an neuen Informationen ist einfach überwältigend. Simon muss wichtige Entscheidungen fällen, ohne das nötige Hintergrundwissen zu haben. Auch der Leser weiß nicht, was richtig wäre. Und so kommt es, dass nicht nur Simon den einen oder anderen Protagonisten falsch einschätzt, auch der Leser tut es, und zwar mehrfach. Die Handlung, die immer wieder überraschende Wendungen nimmt, ist also in weiten Teilen nicht wirklich vorhersehbar, was für Spannung sorgt.

Die Grundidee, Menschen mit besonderen Fähigkeiten zusammenzubringen, die miteinander rivalisieren, ist zwar nicht neu, doch hier interessant und spannend umgesetzt. Jeder Protagonist scheint ein Geheimnis zu verbergen, niemand mit offenen Karten zu spielen. Die besonderen Fähigkeiten, über die ich nicht zu viel verraten möchte, sorgen für überraschende Möglichkeiten und interessante Effekte. Von Anfang an passieren merkwürdige Dinge und die Handlung nimmt schnell Fahrt auf, weshalb ich das Buch verschlungen habe.

Fazit: Ein Serienauftakt voller Spannung und fantastischer Elemente für Kinder von 10 bis 14, der schon Appetit auf die Fortsetzung macht.

https://kinderohren.wordpress.com

 

 

R.T. Acron

Ocean City 1: Jede Sekunde zählt

Belletristik / ab 11 Jahren

272 Seiten

Die Ocean City ist eine im Ozean treibende vollkommen autarke Megastadt der Zukunft; auf dem Festland leben nur noch Obdachlose, Verurteilte, Exzentriker. Währung in Ocean City ist nicht mehr Geld, sondern Zeit. Nur wer Zeit erarbeitet hat, kann Essen kaufen, Kleidung, Spielzeug; und nur wer Zeit erarbeitet hat, kann Frei-Zeit machen.

Die Welt im 22. Jahrhundert: Das Leben auf dem Festland ist kaum mehr möglich, dort leben nur noch Freaks, Verbannte und Rebellen. „Normale“ Menschen leben in autarken hochmodernen Inselstädten, die auf dem Meer treiben. Ocean City zum Beispiel. Das Leben ist friedlich, das meiste Essen wird aus Algen gewonnen, die Währung ist Zeit. Jeder Bewohner hat dafür ein Zeitlebenskonto. Arbeit und Schule wird mit Zeitgutschriften bezahlt, mit Zeit kann man dann Essen kaufen, Kleidung, Spielzeug; und nur wer Zeit erarbeitet hat, kann Frei-Zeit machen. Wer viel hat, kann auch mal Urlaub machen, wer wenig hat, vielleicht sogar Schulden von seinen Eltern, wird in seinem ganzen Leben nie einen Urlaub erleben dürfen.

Jeder „Passagier“ trägt zur genauen Erfassung einen Chip im Handgelenk. Besser gesagt: Man bekommt als Drittklässler in einer feierlichen Zeremonie einen solchen eingepflanzt. Ein Tag mit Verwandten, gutem Essen, schöner Kleidung und vielen Geschenken. Und einem Eid: „Ich gebe der Ocean City Inc. aus freiem Entschluss das Recht, mich zu regieren, und die Macht, über mich und meine Zeit zu bestimmen, so wie es alle Mitglieder der Gemeinschaft zuvor auch getan haben. Mir ist bewusst und ich habe verstanden, dass nur die Gemeinschaft dazu in der Lage ist, mich gegen Feinde von außen und gegen Unrecht im Innern zu schützen.“

Celine, die kleine Schwester des Protagonisten Jackson, hat diesen großen Tag gerade vor sich und ist aufgeregt wie bei uns die Kinder zum Beispiel vor der Einschulung. Das ist aber nur eine Nebenhandlung. Eigentlich geht es um Jackson und seinen Freund Crockie. Die haben ein bisschen gebastelt und gehackt und einen Transponder erfunden, mit dem man Zeitkonten knacken kann. Eigentlich nur, um mal die Schule zu schwänzen. Und Crockie würde seiner zeitarmen Familie gerne was für einen Urlaub aufs Konto buchen. Aber: sie werden erwischt, Crockie wird angeschossen und verschwindet spurlos. Das System reagiert mit aller Härte, als ginge es nicht nur um einen coolen Streich, sondern ums große Ganze.

Am Ende stecken die beiden Jungen und ihre Familien tief drin und zwischen allen Fronten. Sowohl die Regierung als auch die Rebellen sind ihnen auf der Spur. Immerhin, den Jungs gelingt die Flucht. Mit stiller Unterstützung vom Gründer der Ocean City, der einen Nachfolger sucht. „Einer der beiden Jungen wird meine Anteile der Ocean City erben, einer wird der Herrscher dieses kleinen Reichs“, erklärt er den verzweifelten Eltern. „Unter einer Bedingung: er muss überleben.“

Mit diesem Cliffhanger endet Band 1. Aber Band 2 geht nahtlos dort weiter: Ganz Ocean City jagt Jackson und Crockie; und als sich die schwimmende Megastadt dem Festland nähert, gelingt es ihnen sich dort abzusetzen. Sie wollen nach dem verbannten Rebellenführer suchen. Doch auf dem Festland gelten eigene Regeln und Gesetze, und auch Ocean Citys langer Arm reicht selbst bis hierhin. Jetzt drängt die Zeit, denn Ocean City wird sich schon in wenigen Tagen wieder vom Festland entfernen und dann gäbe es für Jackson und Crockie kein Zurück …

Fazit:

Insgesamt ist das Leben in der Ocean City der Zukunft unserem nicht sehr unähnlich, nur ein bisschen futuristischer. Das macht diese Dystopie nicht so brutal wie zum Beispiel Tribute von Panem. Aber gleichzeitig ist es eindringlicher, weil es eben so gut vorstellbar ist, dass unser Leben so aussehen könnte. Durchaus politisch also, aber das wird wie nebenbei klar, ohne als Botschaft thematisiert zu werden. Insgesamt ein spannender Kinder-Agenten-Science-Fictionthriller mit Humor und Fortsetzungspotenzial.

Sigrid Tinz

https://www.kinderbuch-couch.de

 

 

 

Adam Jay Epstein/Andrew Jacobson

The Familiars 1: https://biblio.bz.it/bibliotheksdienst/DesktopModules/OCLC.OPEN.PL.DNN.BaseLibrary/StyleSheets/Images/Fallbacks/emptyURL.gif?6.1.0.0La strana storia della rana pasticciona, della ghiandaia blu e del gatto che salvò il mondo dei maghi

Belletristik / ab 12 Jahren

247 Seiten

Non si può non rimanere attratti dalla copertina di questo libro per ragazzi, così colorata e vivace. Appena l’ho vista ho avuto subito la voglia di immergermi in una storia fantastica, di sorridere e di tornare bambina.

C’è poi da dire che è impossibile non avere un’alta aspettativa su questo libro, che, dalla quarta di copertina alla fascetta che lo avvolgeva, è ricoperto di complimenti, elogi e confronti con le storie fantasy più famose che hanno come protagonista la magia.

In aggiunta troviamo il disegno della mappa in cui è ambientata la storia e in quasi tutti i capitoli vediamo dei bellissimi disegni in bianco e nero che ci aiutano a dare un volto ad alcuni esseri che popolano questa storia, come la polpentola o le orrobestie. Da una parte, dal mio punto di vista, è un aspetto negativo perché, in questo modo, ci offre un’immagine già bella e fatta e quindi non ci permette di far lavorare abbastanza la fantasia. Gli autori ci offrono nel libro delle descrizioni molto dettagliate sulle caratteristiche fisiche dei protagonisti e dei personaggi secondari della storia; anche senza le immagini tutto sarebbe apparso davanti ai nostri occhi senza fatica!

L’aspetto che invece mi ha lasciata perplessa è che appena si inizia la lettura, dopo poche pagine, vien subito da pensare che gli autori non avessero come fine principale lo scrivere una storia per ragazzi, ma che puntassero già alla trasposizione in film. Non per niente entrambi gli autori lavorano per la televisione. Ad avvalorare questa tesi il fatto che in questo libro c’è una gran confusione: accade di tutto, i tre animali protagonisti della storia vengono continuamente messi alla prova. Insomma prevale il movimento e non c’è un attimo di tregua. E senza questa caratteristica forse non si potrebbe pensare ad un film.

Inoltre ci sono tanti, veramente tanti elementi fantastici; gli autori inseriscono abilmente in ogni descrizione qualcosa di magico, non solo gli animali, ma anche piante e oggetti. Il lettore insomma è affascinato da tutto questo pullulare di elementi fantastici, di colori, di azione e viene meno il significato più profondo che potrebbe esserci nella storia. Infatti il gatto protagonista di questa simpaticissima serie, Aldwyn, si ritrova per puro caso ad essere uno dei famigli, cioè un aiutante un po’ speciale e magico, di un apprendista mago. Ma lui in realtà non possiede alcun potere, ed inizialmente dovrà tener nascosta la sua vera origine. Aldwyn però si è sempre sentito solo ed entrare in una compagnia così fantastica, in particolare affezionandosi a Jack, lo ha aiutato a sentirsi speciale e parte di una famiglia. Il viaggio a cui prenderanno parte è inteso anche come un viaggio interiore; infatti durante il cammino il gatto, la rana e la ghiandaia si conoscono meglio grazie alle avversità di cui sono vittime.

Nel libro, in alcuni passi, si coglie poi l’importanza e la superiorità degli animali, così come succede in gran parte delle storie che hanno come protagonisti amici a quattro o due zampe, in contrapposizione ai difetti che vengono riscontrati negli uomini. È certo considerata importante la collaborazione tra i famigli e gli amici maghi, ma questi ultimi vengono un po’ messi da parte nella parte centrale, per lasciare invece spazio alle disavventure degli animali, che affrontano con coraggio ogni tipo di pericolo.

Anche un adulto può trovare piacere, e tante risate, nella lettura di questo libro. Sicuramente aspettiamo con piacere il seguito delle avventure dei famigli e dei loro amici maghi.

Debora

http//sognandoleggendo.net

 

 

Thema des Monats September: Das Alte Rom

 

Maria Regina Kaiser

Augustus und die verlorene Republik (Arena Bibliothek des Wissens)

Sachbuch / ab 10 Jahren

132 Seiten

Kaiser Augustus ist tot! In den Freudentaumel der Germanen über das Ende des römischen Kaisers kann Xanthos, ein in Griechenland geborener ehemaliger römischer Sklave, der nun als Lehrer die Kinder einer germanischen Dorfgemeinschaft unterrichtet, nicht einstimmen. Denn er, der lange Jahre der Vorleser von Augustus war und später durch die Auswahl falscher Verse nach Germanien verbannt wurde, trauert um seinen früheren Herrn, den für ihn weisesten Herrscher, der durch seine Tapferkeit, Milde, Gerechtigkeit und Pflichterfüllung Rom und seinen Bürgern Macht, Wohlstand und Frieden gebracht hat. In den Erinnerungen an sein wechselvolles Leben, die er nun auf Bitten des Häuptlings allabendlich erzählt, entsteht ein lebendiges, einfühlsames, packendes, sich an Fakten orientierendes Bild dieses römischen Kaisers und seiner Zeit, das junge Leser ab 10 Jahren spannend unterhält und zugleich fundiert bildet. Abwechselnd zu den Kapiteln, in denen Xanthos anschaulich seine Erfahrungen und Erlebnisse im kaiserlichen Haushalt schildert, das Wohlwollen, die Bescheidenheit und den Weitblick der politischen Herrschergestalt kennenlernt, aber auch seinem widersprüchlichen Charakter, seinem zunehmendem Misstrauen begegnet, informieren entsprechende Sachkapitel über die wichtigsten historischen Zusammenhänge. Ein ausführliches Glossar und eine übersichtliche Zeittafel bringen zusätzlich wissenswerte Fakten und erleichtern das Verständnis. - Diese Geschichtsstunde sollte keiner verpassen!

https://www.borromaeusverein.de

 

Jennifer A Nielsen

Nicolas Calva – Das magische Amulett (Band 1)

Belletristik / ab 11 Jahren

336 Seiten

 

Der Waisenjunge Nicolas Calva und seine Schwester Livia sind Sklaven in einem Bergwerk. Tief in den unterirdischen Höhlen soll Nic den geheimnisvollen Schatz des Julius Caesar finden – um genau zu sein, dessen Amulett, dem magische Kräfte zugesprochen werden. Bisher ist niemand aus den Tiefen der Höhlen zurückgekehrt und Nicolas ist sich sicher, dass auch er das Tageslicht nicht mehr sehen wird. Doch dann wird ihm Hilfe von einem ganz und gar ungewöhnlichen Geschöpf zuteil. Nic kann fliehen, zusammen mit dem Greif und dem magischen Amulett, der „Bulla“ Caesars.

Der Greif ist ein Löwe, so groß wie ein Pferd, mit riesigen Schwingen und einem Adlerkopf. Er befreit Nicolas aus den Tiefen der Höhlen und bekommt von Nic den Namen „Fortis“. Es ist ein eigenwilliges Geschöpf, das aber aus unerklärlichen Gründen Nicolas Calva treu ergeben ist. Mag es an der „Bulla“ liegen, die Nicolas plötzliche Riesenkräfte verleiht? Das Amulett hatte einst Julius Caesar gehört und wurde von den Göttern mit großer Magie ausgestattet. Kinder tragen in Rom eine „Bulla“, sie bekommen sie von ihren Eltern zur Geburt. Wenn die Kinder dann älter werden, legen sie sie ab – doch Caesar hat sie einst zu seiner großen Macht verholfen – und nun hat Nic sie gefunden – und will sie nicht mehr hergeben.

Aber nicht nur dieser magische Gegenstand versetzt Nic in eine viel machtvollere Position, als es einem Sklaven überhaupt zustehen würde. Der Greif hat ihn gezeichnet und so sind in dem Jungen lange verborgene Kräfte hervorgebrochen, die sich nun mit denen der „Bulla“ verbinden. Zunächst begreift Nic überhaupt nicht wie ihm geschieht. Er wird, kaum in Freiheit angekommen, sofort wieder gefangen genommen – zusammen mit Fortis, dem das gar nicht gefällt. Aber um das Leben seines magischen Begleiters zu schützen, bitte Nic ihn, sich fesseln zu lassen. Fortis gehorcht abermals. Doch schon bald bereut Nic seinen Entschluss, denn er soll zusammen mit dem Greif im römischen Circus geopfert werden. Dabei soll das ohnehin schon wackelige Machtgefüge Roms ein für alle Mal aus den Fugen geraten. Nicht nur der General, der ihn in die Höhlen schickte, begehrt das magische Amulett, sondern auch hochrangige Senatoren – und nicht zuletzt der römische Kaiser selbst. Und dann ist da noch das Straßenmädchen Aurelia. Sie ist einfach nicht zu durchschauen: Einerseits hilft sie Nic, andererseits bekämpft sie ihn und ist nur allzu leicht bereit, ihn zu verraten. Jeder scheint nur seinen eigenen Vorteil im Blick zu haben; bis Nic beginnt zu durchschauen, wem er vielleicht trauen kann und wer ihn nur benutzen will, hat er so manchen Kampf und so manche Flucht zu überstehen. Am Ende erreicht er es schließlich, sich und seine Schwester aus der Sklaverei zu befreien. Aber der Preis dafür ist hoch.

Der erste Band von Jennifer A. Nielsen über den tapferen römischen Jungen hat wirklich alles, was Jungs und Mädchen ab 11 Jahren gerne „wegschmökern“. Neben den spannenden Kampfszenen in der Arena, den atemlosen Verfolgungsjagden durch die Gassen Roms auf dem Rücken des liebenswert-eigenbrötlerischen Greifen „Fortis“, gibt es eine ganze Reihe gut gewählter Zutaten. Da geht es um die erste Verliebtheit und welche Verwirrung dies bei unserem Helden anrichtet – was er sich natürlich nicht eingestehen will. Aber vor allem ist das temporeiche Abenteuer reich an Magie, Geheimnissen, unvorhersehbaren Ereignissen, Intrigen und interessanten Charakteren – und das alles vor der reizvollen Kulisse des gigantischen Roms der damaligen Zeit.

Nielsen beschreibt das sehr eindrucksvoll und sie nimmt auch historische Fakten in die Geschichte auf und erklärt sie. Das gelingt ihr ganz elegant, denn auch für unseren Helden Nic ist das prachtvolle Rom und sein Machtgefüge vollkommenes Neuland. Sie lässt politische Zustände der damaligen Zeit in die magische Geschichte einfließen und erzeugt so einen historisch-fantastischen Abenteuerroman, der der Kinder mühelos fesseln kann. Spannend auch: Die Geheimnisse um die Herkunft Nics und das Amulett, sowie seiner magischen Fähigkeiten, werden im ersten Band aufgeworfen, aber noch nicht so ganz enthüllt. Und wem das noch nicht genug Grund zum Weiterlesen ist, der wird spätestens beim Auftritt des Greifs „Fortis“ mitfiebern. Das ist wirklich ein toller Charakter und ich hoffe, dass die Folgebände mehr Geschichten von dem eigenwilligen Greifen enthalten. […]

Natürlich ist das Thema – auch dem Protagonisten nach – ganz auf der Linie von Jungs, die hier in ein toll erzähltes, abwechslungsreiches Abenteuer eintauchen können. Also auf jeden Fall wirkungsvoll für die vielleicht etwas lesemüden Jungs. Dazu kommt der Vorteil einer Serie: Haben sie einmal Gefallen an dem Abenteuer gefunden, werden sie eher bereit sein, dauerhaft zu lesen. Nicolas Calva ist ein guter Lese-Tipp für alle, die Latein in der der Schule haben und/oder sich für römische Geschichte interessieren, hier wird sie auf spannende Weise lebendig. Aber auch für Mädchen, die lieber rasante Abenteuer mögen, statt rosarote Prinzessinnen-Freundinnen Konstellationen.

Fazit:

Die neue Serie um den römischen Jungen Nicolas Calva hat alles, was junge Abenteurer mögen. Die bekannten Zutaten hat es natürlich auch, aber auch einige Überraschungen, die die neue Serie zu einem sehr gut durchdachten und spannenden Lesestoff gerade für Jungs ab 11 Jahren machen. Ein weiteres Plus: Es ist wirklich gut geschrieben ist, auf einem Niveau, das jungen Leser/innen Spaß macht und sie herausfordert.

Stefanie Eckmann-Schmechta

www.kinderbuch-couch.de

 

Ralph Erdenberger/Sven Preger

Faust Jr. Ermittelt – Verschwörung gegen Rom

Hörbuch / ab 10 Jahren

71 Minuten

Auf Frank Faust, seines Zeichens Langzeitstudent, Hobbyforscher und Inhaber einer Wissensdetektei, wartet ein neuer Fall. Sein Vater, Heinrich Kilanowski, ist mit einer Zeitmaschine in das Jahr 9 n. Chr. gereist. Eigentlich wollte er nur eine Minute bleiben, doch mittlerweile sind sechs Stunden vergangen und Fausts Nichte Luna bleibt nichts anderes übrig, als ihren Onkel um Hilfe zu bitten. Der leicht chaotische und etwas vertrottelte Privatdetektiv holt sich für diese Reise in das rauhe Land der Germanen vor 2000 Jahren wissenschaftliche Hilfe: Mark Schrader, Museumsdirektor und Archäologe, begleitet Faust nach Kalkriese, nahe Osnabrück, ins Jahr 9 n. Chr. Dort erlebt er hautnah die wohl bekannteste und niederschmetterndste Niederlage der Römer gegen die Germanen, die noch heute Historikern Rätsel aufgibt.

Diese Rätsel versucht Faust nebenbei auch noch zu lösen. Von der Museumsdirektorin Dr. Heidrun Derks lässt er sich im Museum in Kalkriese, dem Ort, an dem die bekannte Schlacht, bei der die Römer sich mit einem Verlust von drei Legionen gegen die listigen Germanen geschlagen geben mussten, stattgefunden hat, die Umstände der Schlacht im September des Jahres 9 erklären.

Die Wissensreihe "Faust jr. ermittelt" von Igel-Records ist mit "Verschwörung gegen Rom" mittlerweile bei ihrem zwölften Fall angelangt und begeistert mit ihrer Mischung aus Wissensvermittlung und spannender Detektivgeschichte immer wieder und immer noch Kinder und auch ihre Eltern. Der etwas schrullige und tollpatschige Faust sorgt immer wieder für Lacher, während die Experten, die selbst zu Wort kommen und deren Stimmen nicht von Schauspielern bzw. Hörbuchsprechern nachgestellt werden, für das nötige Fachwissen sorgen. Die beiden Hörfunkautoren und Wissenschaftsjournalisten Ralph Erdenberger und Sven Preger haben mit ihren Edutainment-Hörspielen bei Igel-Records die Messlatte für hochwertig produzierte und inhaltlich ansprechende Hörspiele für Kinder hoch gelegt.

Sabine Mahnel

www.literaturmarkt.info